Häufig gestellte Fragen und Antworten
Häufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ)
Warum ist das hier alles "per du"?
Ich arbeite oft an tiefen inneren Prozessen. Meistens sind da auch innere Anteile oder das innere Kind involviert. Mit diesen oft auch verletzlichen Anteilen formal zu kommunizieren, funktioniert nicht.
Deswegen gibt es bei mir nur das „per du“, gerne als Arbeits-Du: in der Therapie sind wir dann per du – wenn wir uns auf der Straße oder in anderen Kontexten begegnen, dann „per Sie“. Aber die Details kannst du dann selbst entscheiden, wenn wir uns in der ersten Sitzung kennenlernen.
Wo befindet sich Deine Praxis?
Meine Praxis befindet sich in der Innenstadt von Mannheim im ersten Stockwerk in den Räumen von freiraumquadrat.
freiraumquadrat
C 2, 20
68159 Mannheim
Wie lange dauert eine typische Sitzung?
Die meisten Sitzungen dauern ca. 90 Minuten.
Das ist eine gute Länge für IFS-Sitzungen und auch für die Arbeit mit EMDR.
Dafür reicht es auch aus, wenn wir uns alle zwei Wochen treffen.
In intensiven Phasen oder bei Krisen können wir auch wöchentlich zusammen arbeiten und kürzere Sitzungen machen.
Ich arbeite mit maximal drei KlientInnen am Tag. Deswegen ist bei mir jede Sitzung ein 2-Stunden-Block, so dass ich genug Zeit zwischen den Sitzungen habe, um immer optimal präsent und aufmerksam da sein zu können. Zwischen zwei Klienten ist mindestens eine halbe Stunde Abstand, so dass ich für jede Klientin / jeden Klienten optimal da sein kann.
Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
Meine Praxis ist eine reine Selbstzahler-Praxis. In Einzelfällen werden Teile der Kosten auch von Privatversicherungen oder Zusatzversicherungen übernommen. Bitte kläre das mit deiner Versicherung.
Meine Sitzungen dauern meistens 90 Minuten und dafür berechne ich pauschal 180,- EUR. Kürzere Sitzungen sind natürlich auch möglich, insbesondere, wenn die Länge für dich ein Problem ist und du befürchtest, dass eine längere Sitzung dich zu viel Energie kosten könnte.
Bei einem normalen Therapieverlauf rechne mit zwei-wöchentlichen Sitzungen zu je 90 Minuten, also zwei Sitzungen pro Monat. Ich reserviere dir dafür einen festen Zeitslot an einem bestimmten Wochentag. Für den Anfang rechne mit 6 Monaten Therapie, also ca. 12 Sitzungen. Du solltest in diesem Zeitrahmen über die finanziellen Mittel verfügen, um die Therapie über diesen Mindestzeitraum aufrechterhalten zu können.
Ansonsten sprich mich an, ich habe bis zu zwei „Sozial-Slots“ pro Woche, in denen ich auch vergünstigte Stunden anbieten kann.
Wie vereinbare ich einen Termin?
Um einen Termin zu vereinbaren, mache am besten einen Termin für ein kostenloses Erstgepräch aus, du findest das Formular ganz unten auf der Seite.
Wenn wir dann am Ende das Gefühl haben, dass wir zusammenpassen und wenn ich den Eindruck habe, dass ich dir als Person und mit meinen Skills und Weiterbildungen helfen kann, legen wir am Ende des Telefongesprächs eine erste Sitzung fest.
Wenn Du mich anfangs nicht anrufen möchtest, kannst Du mir auch eine
E-Mail senden an info@kaipatrickjung.de
Wie bezahle ich?
Der einfachste Weg ist Überweisung. Ich schicke dir monatlich eine Rechnung.
Mit welchen Klienten arbeitest Du?
Ich arbeite mit Frauen und Männern aller Altersklassen. Meistens kommen Menschen zu mir, die an Übergängen stehen, vor großen Veränderungen. Und manchmal macht sich das nur als Angst oder Energielosigkeit bemerkbar.
Viele Menschen spüren aber auch ihr ganzes Leben schon, dass sie anders sind, einige verorten sich im „Spektrum“ (Autismus, ADHS etc.) oder haben vielleicht sogar eine Diagnose. Hier arbeite ich nicht nur an Kompensationsstrategien, um besser mit dem Leben und der Umwelt zurechtzukommen, sondern auch an Themen wie Stress und Selbstregulation, Bindung und Beziehungen (Nachnähren). Das Thema Identität kommt dann auch oft auf: Wer bin ich und wer will ich sein? Wie stark will ich genau so sein, wie ich eigentlich bin? Wo will ich mich anpassen? (Autonomie und Anpassung)
Wie lange werde ich in Therapie sein?
Das hängt von Deinen Zielen ab. Einige Menschen haben sich schon lange mit sich und ihren Problemen auseinandergesetzt. Manchmal fehlt da nur ein kleiner Baustein, der viel verändern kann.
Andere Menschen glauben, dass sie vom fortschreitenden persönlichen Wachstum der Langzeittherapie profitieren und entscheiden sich, mehrere Jahre in Therapie zu bleiben. Ich ermutige sie jedoch immer wieder, auch Therapie-Pausen zu machen und genauer hinzuschauen, was sich vielleicht schon verändert hat und was noch ansteht und besser gemeinsam bearbeitet werden sollte.
Einige Menschen hören auf, wenn ihre Ziele erreicht sind und kommen zurück, wenn neue Themen auftreten.
Du solltest aber am Anfang mit ca. 3-6 Monaten Begleitung rechnen. Das ist ein Zeitrahmen, in dem schon viel passieren kann. Nach dieser Zeit kann man auch gut mal eine erste Pause machen. Dafür solltest du die zeitlichen und finanziellen Ressourcen also zur Verfügung haben, um sinnvoll starten zu können.
Muss ich über Dinge sprechen, über die ich nicht sprechen will?
Nein, ganz im Gegenteil. Auch bei Traumen können wir sehr gut verdeckt arbeiten. Gerade mit IFS und EMDR kann ganz viel innerlich passieren, ohne dass darüber geredet werden muss.
Manchmal führt das aber auch dazu, dass du plötzlich über Dinge sprechen willst, die vorher viel Scham und Schuld mit sich gebracht haben. Hier kann es total hilfreich sein, wenn das von einer anderen Person bezeugt werden kann. Aber alles zu seiner Zeit und nur wenn du das auch willst.
Welche Ausbildung hast Du?
Ich habe Weiterbildungen im Bereich Systemische Beratung / Therapie (wisl), IFS (Internal Family System) am IFS Institut in München, EMDR (EMDR-Akademie Andreas Zimmermann) und Körper-Psychotherapie (embodied IFS in Köln, und SEI 1 von Dami Charf online). Darüber hinaus bilde ich mich im Bereich Traumatherapie weiter und natürlich im Bereich Neurodiversität und hier insbesondere mit dem Schwerpunkt Autismus und ADHS, bzw. AuDHS, wenn beide Bereiche betroffen sind.
Bietest Du auch Telefon- oder Videositzungen an (Online-Therapie)?
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Online-Sitzungen gemacht. Selbst mit dem Körper lässt sich da gut arbeiten, wenn eine gemeinsame Arbeit vor Ort nicht möglich oder nicht gewünscht ist.
Für manche Klienten, deren Themen vielleicht auch schuld- oder schambesetzt sind, ist es einfacher und fühlt sich sicherer an, zuhause ihre Sitzungen zu haben.
Grundsätzlich kann das aber auch wechseln zwischen Präsenz- und Onlinesitzungen, z. B. bei längerer Abwesenheit oder beruflichen Verpflichtungen.
Grundsätzlich versuche ich Klienten zumindest einmal vor Ort zu sehen, um mir ein umfassenderes Bild machen zu können. Aber wenn „online“ gerade der einzige Weg für dich ist, um mit jemandem zu arbeiten, dann gehen wir eben diesen Weg.
Warst Du jemals selbst in Therapie?
Aus meiner Sicht ist Selbsterfahrung extrem wichtig. Ich habe im Rahmen meiner Aus- und Weiterbildungen viele Blöcke Selbsterfahrung in Gruppen, aber auch im Einzelsetting gehabt.
Alleine für meine IFS-Weiterbildung habe ich ca. 50-60 h Therapie mit Therapeuten und auch mit Weiterbildungsteilnehmern im Tandem und in Kleingruppen gehabt. Hinzu kommen unzählige Übungssitzungen in den Arbeiten während der Weiterbildungsblöcke.
Auch für meine Arbeit ist weiterhin eine gute Mischung aus Supervision und regelmäßigen Therapiestunden absolut notwendig und hilfreich, um allen eigenen Themen gut begegnen zu können und diese gut zu versorgen, so dass ich jederzeit gut für meine Klienten da sein kann.